vergangene Meditationen

Auch am 30. Dezember war bei der Meditation der kleine Raum im Dachgeschoss ganz voll mit Teilnehmern aus unterschiedlichsten Ländern (Deutschland, Niederlande, Slowakei, Österreich, Schweiz, Italien, England). Der Meditationsinhalt wurde Heinz Grill diesmal etwas anders gewählt, und zwar hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen einem Gedanken und der Sonne.

Die Sonne, anders als der Mond, strahlt aus sich selbst heraus. Der Mond hingegen reflektiert nur das Licht der Sonne, strahlt es aber selbst nicht aus. Auch der freie Gedanke strahlt aus sich selbst heraus. Nur merken wir das nicht durch den Intellektualismus, denn es werden hierbei viele Gedanken aneinandergereiht. Man kann dies vergleichen mit einem Einzelton und einem Lied. Beim Einzelton kann man wahrnehmen wie er sich richtig im Raum ausbreitet, entfaltet. Bei einem ganzen Lied ist es gar nicht mehr möglich, denn es sind sehr viele Töne und es kommt der Takt und der Rhythmus hinzu. Und genau so verhält es sich mit dem Gedanken, der frei gedachte Gedanke entfaltet sich im Raum, strahlt aus.

Damit der Gedanke frei gedacht wird ist der Konzentrationsprozess notwendig, denn im normalen Zustand ist der Mensch in seinem Wollen, Denken und Gemüt verwickelt. Es muss das Denken zum Denken werden, damit der Gedanke als Gedanke erscheint.

Heinz Grill zeichnete folgendes Bild an die Tafel:

TB

Bei diesem Konzentrationsprozess müssen die Übergriffe zurückgewiesen werden. Es müssen auch das Wollen und das Gemüt, die Emotionen zurückweichen und das Denken soll gestärkt werden, damit der Gedanke frei ausstrahlen kann. Es zeigen sich dann Flügel, wie Engelsflügel, die den Gedanken in den Raum tragen.

 

In der Meditation ist dieses konzentrierte Denken des Gedankens notwendig.

Und die Notwendigkeit eines Gedankens in der Meditation zeigt sich durch den Entwicklungsgedanken. Ohne Gedanken kann sicherlich Ruhe entstehen, aber für eine langfristige Entwicklung ist diese Art der Meditation nicht förderlich. Durch einen Gedanken kommt eine andere Dimension zum Menschen hinzu, die Geistige Dimension und damit können sich ganz neue Empfindungen und eine Bewusstseinserweiterung entwickeln.

Der Meditationsgedanke ist:

Die Sonne strahlt aus sich selbst heraus, gleich wie der freie Gedanke, der, wenn er frei gedacht wird, aus sich selbst heraus strahlt.

 

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Die Meditation 28. und 29.12.2017 wurden von Heinz Grill eingeführt, dass es sinnvoll erscheint über die Tage bei einem Thema zu bleiben. Wie auch schon in den vorhergehenden Meditationen ist es bedeutungsvoll das materialistische Weltbild zu überwinden. In der heutigen materialistischen Zeit geht man beispielsweise davon aus, dass die Sonne das Licht und die Wärme ausstrahlt. In Wirklichkeit verhält es sich aber so, dass der Mensch mit seinem Geiste den Ursprung bildet. Es ist so, dass es die Schöpferkraft des Menschen ist, die die Sonne ernährt und die Sonne in Form von Licht und Wärme diese Kräfte wieder aussendet. Es besteht in diesem Sinne eine aktive Beziehung zwischen Mensch und Kosmos.

Warum verändert sich das Licht? Vor vielen Jahren war das Licht noch ganz anders als es heute ist.

Die Meditation generell wird hier nicht als Entspannungstechnik verstanden, wo man sich mittels Suggestionen in einen angenehmen Zustand versetzt. Die Meditation wie sie im „Neuen Yogawillen“ praktiziert wird, beruht auf eine aktive Auseinandersetzung mit dem Gedanken oder gegebenenfalls auch mit einem Objekt.

Die Suggestion mit ihren Suggestionsformeln muss förmlich überwunden werden. Beispiele dafür sind:

  • der Amerikaner ist gut, der Russe schlecht
  • die Isralesis waren schon immer Opfer der Palistinenser
  • Werbung
  • der Körper ist schwer

Eine richtige Ordnung in diese Informationen hineinzubringen, ist gar nicht so einfach.

Wenn man die Suggestion mit einem konkreten Gedanken vergleicht, kann man einen grundsätzlichen Unterschied in der Bewegungsrichtung feststellen. Die Suggestion macht etwas mit dem Menschen, sie wirkt von außen kommend auf ihn ein und verursacht ein bestimmtes meist angenehmes Gefühl. Man muss eigentlich gar nichts tun, der Mensch bleibt passiv. Im Gegensatz dazu erscheint die Aktivität auf einen Gedanken zuzugehen. Den Gedanken müssen wir ausreichend betrachten, ihn kennenlernen, ja förmlich eine Beziehung zu ihm aufbauen, damit sich nach einiger Zeit ein Wahrheitsgefühl entwickelt.

Diese Aktivität, nicht einfach den Gedanken zu übernehmen, sondern sich mit ihm auseinander zu setzen und logische Bilder diesbezüglich aufzubauen, ist die Aktivität, die in der Meditation erforderlich ist. Während bei der Suggestion sogleich eine Einheit mit der Aussage besteht, existiert mit dem Gedanken erst einmal eine Dualität. Man stellt sich dem Gedanken gegenüber. Und es ist nicht eine Art Entspannung, die Konzentration zur Betrachtung des Gedankens aufrecht zu erhalten, sondern ein hohe Anforderung, auch ein regelrechtes Ringen, damit die Störungen und Ablenkungen zurückweichen und die Konzentration zum Objekt oder Gedanken aufrecht erhalten wird.

Das Ergebnis ist jedoch ein wachsendes Unterscheidungsvermögen und auch eine höhere Bewusstheit. Die Suggestion zu überwinden ist ein wesentliches Ziel nicht nur für die Meditation, auch für das gesamte Leben und es wirkt stärkend sowohl auf das Nervensystem als auch auf das Immunsysstem.

Der Gedanke, dass „der Mensch mit seinem Geist die Sonne ernährt und die Sonne das Licht zurück sendet“ war der Inhalt der Meditation an beiden Tagen.

Caterina (freie Zusammenfassung)

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