Meditationsgrundlagen

Grundlagen für die Meditation

Der Meditationsablauf im „Neuen Yogawillen“ gleicht nicht den sonst bekannten Meditationspraktiken, in denen sich der Mensch sofort mit der geistigen Welt verbinden möchte. Deshalb wollen wir während der Meditation nicht in uns selbst oder in eine subjektive Realität einsinken, sondern es wird die Bewusstseinsaktivität nach außen geführt. Wir müssen uns mit einer objektiven Wirklichkeit, mit der geistigen Welt in Beziehung bringen.

Als erster Schritt muss eine Art „Ordnung“ geschaffen werden, dies geschieht durch die Wahrnehmung. Der Körper wird als ein Objekt, das vor uns platziert wird, wahrgenommen. Er wird wie ein Instrument erlebt. Diese Differenzierung schafft eine Ordnung zwischen dem physischen Körper und Bewusstsein. Das Ergebnis ist eine gewisse Distanz zum physischen Körper, oder mit anderen Worten ausgedrückt: es entsteht eine erste Freiheit vom physischen Körper und der Körper weicht allmählich zurück.

Woran erkennt man diese „Körperfreiheit“? Es entwickelt sich ein Gefühl der inneren Ruhe. Die Bindung an das Objekt (d. h. an den physischen Körper) verringert sich und dadurch können wir dieses „Objekt“ klarer und freier betrachten.

Dementsprechend beginnt die Meditation mit der Loslösung vom physischen Körper und den aus ihm hervorgehenden psychischen Erscheinungen. Diese Tätigkeit ist sicher keine leichte Aufgabe, aber durch das Üben wird ein freier Raum für eine neue Entwicklung geschaffen, und zwar für das eigenständige, objektive und freie Denken. Derjenige, der ab und zu diese ersten Schritte der Meditation praktiziert, fühlt sich innerlich stabiler und kann sein Leben besser führen.

Inhalte für die Meditation

Es muss ein Meditationsinhalt gewählt werden. Ein Inhalt kann ein spiritueller Gedanke, ein Mantra oder sogar ein sichtbares Objekt sein.
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Der Kristall ist ein Symbol für den reinen Gedanken

Ein spiritueller Gedanke oder ein Mantra sind wie eine metaphysische Existenz, die in sich selbst die Perlen der Weisheit und das Licht und die Wärme der höheren Welt tragen.
Wir müssen sie wie ein Bild oder eine Idee zu erschaffen.

Wenn der spirituelle Gedanke während der Meditation verbildlicht und mental erzeugt wird, dann wird er wirklich lebendig werden können. „Das Denken im Lichte des Gedankens selbst“ so drückt Heinz Grill die Tätigkeit in der Meditation aus. Aus dieser Aktivität des Denkens entsteht eine „ätherische Kraft“ (1), d. h. eine Licht- und Wärmekraft, die aus dem Objekt dem Menschen und der Umgebung entgegen strahlt.

Zu Beginn der Meditation nimmt der Praktizierende dieses sehr subtile Licht und Wärme nicht wahr, diese begleiten ihn unbemerkt. Aber es wird ein neues Gefühl geboren, das Gefühl der Existenz der Seele, und manchmal wird es zu einem realen Erlebnis.

In diesem Sinne bedeutet Meditation eine Tätigkeit zum Annähern an die geistige Welt und seine verborgenen Gesetze um sie zu verstehen und mit dem Alltagsleben zu verbinden.

(1) Siehe Vortrag zum Thema „Lichtäther“

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