Die Aktivität des Gedankens ist ähnlich der Schöpferkraft der Sonne

Beim Treffen am Samstag, 21. Oktober greift Heinz Grill den Begriff Gott heraus. Dieser ist schon immer schwer zu definieren gewesen, denn in der Regel wird Gott weit entfernt und transzendent wahrgenommen. Das italienische Wort für Gott ist „Dio“ und wenn man den Anfangsbuchstaben „D“ entfernt, bleiben die beiden Buchstaben „io“ übrig, was „Ich“ bedeutet, ein Begriff, von dem wir sehr wohl sprechen können.

Gott befindet sich in uns, er ist immanent, und unter der Persönlichkeit des Christus ist Gott inkarniert; für diesen Gedanken wurde Heinz Grill in Deutschland als ein nicht vertrauenswürdiger Mensch und Anführer einer Sekte bezeichnet.

Christus behauptete, dass er das Licht der Welt sei (Joh 8,12-59), und er wurde als Ketzer deklariert und gekreuzigt. Wenn jemand heute das gleiche behaupten würde, wie würde dies gesehen werden? Das „Ich“, das „Selbst“ des Menschen sind das Licht der Welt. Gott befindet sich in unserer Schöpferkraft.

Drehen wir das traditionelle Bild, in dem die Sonne die Erde bestrahlt, um und stellen wir uns nun aus einer anderen Blickrichtung vor, dass es der Mensch ist, der die Welt erleuchtet. Stellen wir uns für zwei Minuten das Sonnenlicht vor, das das Universum erhellt und stellen wir uns eine quadratische oder rechteckige Fläche mit einem schönen hellen rot vor. „Welche Wirkung hat diese Vorstellung nach der Übung?“, fragt Heinz Grill. Die Anwesenden beschreiben, dass eine Kraft geschaffen wurde im Sinne einer Erweiterung, die Farbe ist sehr lebendig geworden, als würde sie ausstrahlen, während zur gleichen Zeit in uns selbst eine Zentrierung, eine Konzentration und eine Ruhe entstanden ist, und mehr Bewusstsein geschaffen wurde.

Der erste Schritt zur Meditation – führte Heinz Grill aus – ist die Konzentration auf ein objektives Bild außerhalb von uns, und nicht ein Sich-Einschließen in sich selbst. Was haben wir mit dieser Übung gemacht? Wir haben die Farbe rot geschaffen. Es ist als hätten wir ein Stück der Sonne mit unserer Schöpferkraft definiert. In die vorgestellte Farbe rot wurde unser Gedanke hineingelegt und dieser ist uns auch wieder entgegengekommen. Und so erfuhren wir, um was es sich bei „Erleuchtung“ in der Meditation handelt.

Nun stellen wir uns eine andere gewählte Farbe vor, wieder auf einer quadratischen oder rechteckigen Fläche, mit dem Bewusstsein, dass unsere Wahl das Ergebnis unserer Schöpferkraft ist. Beim Erschaffen der Farbe haben wir genau wie die Sonne gearbeitet. Wir sind tätig geworden im lichthaften Sinne, und haben eine Kraft zur Beziehung geschaffen, die diese Farbe zu einem Teil des Lichts selbst gemacht hat.

Die Aktivität des Gedankens ist ähnlich der schöpferischen Kraft der Sonne.

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