Die 3 Ebenen des Menschen

Bei der Meditation in Lundo am 2.3.2019 waren viele Teilnehmer, unter anderem aus Italien, Österreich und Deutschland anwesend. Heinz Grill griff das Thema wieder auf, das schon den ganzen Tag bearbeitet wurde, und zwar die 3 Ebenen des menschlichen Daseins. Da gibt es die körperliche, die seelische und die geistige Ebene, die genaustens unterschieden werden. Gerade für die Meditation ist ein klarer Inhalt notwendig, damit Erkenntnisse entstehen können. Es ist keine Meditation über einen Gegenstand, wie bspw. eine Kerze zu meditieren. Das wäre nur eine Aufmerksamkeitsübung. Für die Meditation hier wählen wir einen konkreten Inhalt.

Was ist das Geistige? Was ist das Seelische? Was ist das Körperliche? Das ist gar nicht immer so klar. Gerade auf dem Gebiet der Spiritualität, der Religion gibt es diesbezüglich die größten Verwechslungen. Denn wäre es klar, was das Seelische ist, so erklärt Heinz Grill, würde es Frieden auf der Welt geben, dann würde der Mensch nicht so leichtfertig sein Leben leben.

Eine Teilnehmerin erwähnte, dass die Kirche im 4. Konzil zu Konstantinopel im Jahre 869 dem Menschen das Geistige abgesprochen wurde. Man sieht in der Geschichte, dass es gerade auf dem Gebiet der Spiritualität sehr große Missverständnisse gibt.

Daraufhin erzählt Heinz Grill einen Witz: Im Himmel wird eine Versammlung einberufen um zu entscheiden, wo Urlaub gemacht werden soll. Einer schlug vor nach Frankreich, zu der heiligen Stätte Lourdes zu gehen. Maria sagt, dass sie da nicht hinwolle, denn dort gibt es viel zu viele Leute und Journalisten. Der nächste Vorschlag war Jerusalem. Jedoch meldet sich Jesus Christus zu Wort und sagte, dass er da schon war und ein gar nicht so angenehmes Abenteuer erlebt hatte und nicht wieder dort hin will. Dann kommt der Vorschlag nach Rom in den Vatikan zu gehen. Da meint der Heilige Geist: „Das wäre gut, denn da bin ich noch nie gewesen!”

Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden die Kriterien für das Geistige zusammengetragen. Es handelt sich hierbei um eine Idee, oder man kann auch sagen um einen Gedanken. Das Geistige ist aber auch die Schöpferkraft, die Kreativität den Gedanken bis ins Sichtbare, bis ins Physische, Materielle hinein zu manifestieren. Diese Schöpferkraft hat nicht die Pflanze und auch nicht das Tier, nur der Mensch besitzt sie. Auch Entscheidungen zu treffen ist eine geistige Komponente.

Das Seelische ist die Aktivität, den Gedanken zu Vorstellungen auszugestalten und auch damit verbundene Empfindungen zu erschaffen. Die Seele des Menschen möchte aus dem Geistigen erweitert werden. Sie hat grundsätzlich den Wunsche nach Ausdehnung, Erweiterung und das Bedürfnis nach Beziehungen, bzw. nach wahren Verbindungen. Nach dem Tode bleibt dasjenige weiter bestehen, wo eine wahre Verbindung entstanden ist.

Und das Körperliche ist das Sichtbare, das dem Konsum unterliegt. Der Körper hat verschiedene Bedürfnisse, bspw. nach Wärme und Nahrung, und diese müssen in einem sinnvollen Maße befriedigt werden.

Heutzutage existiert oftmals kein Bewusstsein über diese 3 Ebenen. Das Seelische wird nicht mehr wahrgenommen, weil das Körperliche darüber dominiert. Diese 3 Ebenen im Menschen können aber klar unterschieden und gegliedert werden. In einem Glas Milch gibt es Anteile von Fett, Eiweiße und Molke. Nun ist es gar nicht so einfach zu bestimmen, wie viel Fett, Eiweiße und Molke vorhanden sind. Erst wenn man die Milch bearbeitet und Butter herstellt, hat man das Fett von den Eiweißen und der Molke getrennt. So ist es auch mit den 3 Gliedern des Menschen, durch die Auseinandersetzung kann Bewusstsein entstehen und  diese 3 Glieder wahrgenommen werden.

An die Tafel schrieb Heinz Grill folgendes:

G-S-K

Mit dem Tode stirbt nur der Körper, die Seele und der Geist bestehen weiterhin. Einfach ausgedrückt kann man sagen, dass nur dasjenige der Seele erhalten bleibt, was durch das Geistige zur Seele hinzugekommen ist und dasjenige, was vom Körper zur Seele aufgestiegen ist, das bleibt nicht.

Für die Meditation waren diese 3 Ebenen des menschlichen Daseins mit den genannten Inhalten lebendig zu denken.

Caterina

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