Der Wärmeäther erschafft harmonische Formen

Bei der Meditation am 30.12.2018 ging es nochmals um den Wärmeäther. Am Anfang fragte Heinz Grill die ca. 60 anwesenden Teilnehmer, wie seelisch-geistig Entwicklung im nächsten Jahr aussehen wird? Eine Teilnehmerin meinte, „dass die Entwicklung des Ich’s wohl eine Herausforderung werden wird.“ Es ist die Tendenz zu beobachten, dass sich die Menschen in Gruppen flüchten und dies steht der Ich-Entwicklung entgegen. In der Gruppe werden die Begriffe gar nicht mehr so genau beschrieben, weil man meint der Andere wisse wovon man redet. Ob man den Begriff aber wirklich verstanden hat, bemerkt man erst, wenn man ihn jemand anderem beschreibt. Diese individuelle Entwicklung ist gefordert.

Bezüglich des Wärmeäthers betonte Heinz Grill, dass man die Gesetze, die man im physischen kennt nicht übertragen kann auf den Ätherleib, denn dieser unterliegt gänzlich entgegengesetzten Gesetzmäßigkeiten. Es wurden einige Gegensätzlichkeiten aufgezählt:

physischer Leib                                                        Ätherleib

sichtbar                                                                      unsichtbar

unterliegt der Schwerkraft                                   wirkt der Schwerkraft entgegen

in Ruhe                                                                       in Bewegung, in unaufhörlicher Bewegung

im Physischen gibt es die heiße                          der Wärmeäther offenbart kühlende

Feuerflamme                                                           Wärme

Die Bewegung des Äthers wurde spezifischer beschrieben, und zwar geht der Bewegung immer ein Stillstand, eine Loslösung voraus. Zum Beispiel spielt sich das auch im Herzen so ab. Der Blutfluss wird im Herzen für einen kurzen Augenblick unterbrochen. Es kommt zu einem kurzen Stillstand bevor das Blut wieder aus dem Herzen herausfließt. Auch im Yoga wird die motorische Bewegung bewusst unterbrochen, um die Vorstellung zu erbauen und um dann die Übung mit einer ganz anderen Dynamik auszuführen. Der Ätherleib findet nicht ohne wiederkehrende Unterbrechung/Loslösung in die Dynamik.

„Was muss man in der asana loslassen?“, war eine Frage an die Teilnehmer:

  • die Fixierung an den Körper
  • Bindungen, sich lösen von Abhängigkeiten.

Durch das Loslassen entsteht Äther. Im irdischen Leben strebt der Mensch meist nach einer gemütlichen, wohligen Stimmung, dass es ihm gut geht, den Kontostand hat er im Auge und er will eigentlich gut zurechtkommen im Leben, das Leben genießen. Wenn Heinz Grill die Seele einer verstorbenen Person im Nachtodlichen Reich aufsucht, dann ist es meist dieses wohlige Gefühl, diese genießerische Stimmung, in der diese Person im Leben geschwelgt hat, eine Blockade.

Ätherkräfte entstehen durch Loslösung, wenn der Mensch sich aber davon löst und bspw. beginnt die sonnenhaften Kräfte zu entwickeln mit dem Ziel diese auch auszustrahlen, kommt es zu einem Ätheraufbau, der auch für die nachtodliche Welt eine Wirkung hat.

In dem Zusammenhang kann man sich einmal schulen den Unterschied von ätherischem Licht und astralen Licht in Erfahrung zu bringen. Das ätherische Licht wurde so beschrieben, dass es aus einem eigenen Impuls sich frei setzt und sich in den Raum entfaltet, funkelnd. Das astrale Licht ist wie wenn die Sonne durch eine Glasscheibe mit roten und grünen Partikeln in den Raum scheint und ebenfalls die rote und grüne Tönung annimmt.

Früher zu Zeiten der Bhagavad Gita wurde die Welt sowohl in ihrer kosmischen und irdischen Dimension erfasst, das Wort Jagadiśvara bedeutet die Verehrung der Welt oder Herr der Welt, und mit Jagad meinte man sowohl die irdische, aber auch die kosmische Welt, man trennte nicht zwischen materieller Welt und kosmischer.

Der Wärmeäther mit seiner Bewegung von außen nach innen, wie wir es mit dem Mantra OM auch diesmal praktizierten, d.h. mit einer Bewegung aus einem Kosmischen bis hinein in die einzelnen Zellen, ist sehr wertvoll bspw. auch in der Krebstherapie. Es ist der ganze Mensch aktiv beteiligt, während bei der Hyperthermie, die Wärme passiv dem Menschen zugeführt wird. Es ist der Wärmeäther, der Äther, der die meiste Formgestalt bringt.

Wenn der Wärmeäther aktiv ist, dann schafft er eine harmonische Formstruktur, die Bewegung nimmt eine harmonische Gestalt an.

Der Meditationssatz lautete: „Der Wärmeäther wirkt von außen nach innen, von oben nach unten und schafft harmonische Formen.“

Caterina

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