Der Mensch, der die jeweiligen Konditionen schafft

Begonnen hat Heinz Grill die Meditation am 14.10.2017 mit einem technischen Detail in der Meditation. Als erstes wird meist nach der geeigneten Sitzhaltung gefragt. Im Allgemeinen empfiehlt sich für die Meditation eine Sitzhaltung wie es beispielsweise der Lotussitz ist und weniger die liegende Position. In der liegenden Position ist der Körper selbst in einer zu entspannten Lage und das Bewusstsein neigt leichter dazu hinwegzuschweifen. In der Sitzhaltung mit aufrechtem Rücken ist der Körper in einer leichten Zentrierung, während das Haupt oben frei ist. Diese Spannungsverteilung ist sehr günstig für das wache Bewusstsein. Nun soll aber die Meditation nicht abhängig von der Sitzposition sein, denn auch wenn man die besten Grundbedingungen hat, sagt es eigentlich noch nichts über die Meditation aus. Obwohl die äußere Haltung einen Sinn offenbart, so ist sie jedoch für die Qualität der Meditation nicht unbedingt ein aussagekräftiges Kriterium.

Der Mensch hat die Fähigkeit, bestimmte Konditionen herzustellen. Der Einwurf von einer Teilnehmerin, die sich im Umweltschutz einsetzt, lautete, dass sie sich gar nicht in der Lage fühlt, auf diesem Gebiet geeignetere Konditionen herzustellen. Aber dennoch ist es ersichtlich, dass die vorherrschenden Konditionen von Menschen geschaffen sind. Es ist immer der Mensch mit seiner Fähigkeit die entscheidende Instanz. So wird es auch keinen schlechten Meditationsort geben, es sollte vielmehr auch unter vielleicht nicht so angenehmen Umständen, wie z. B. Straßenlärm, die Meditation eintreten können.

Man sagt es sogar sprichwörtlich, dass Licht in eine Sache kommt, bzw. dass es hell wird. Oder auf der anderen Seite, dass jemand die Sache verdunkeln kann. Im Kosmos ist die Sonne sichtbar und diese strahlt Licht aus. Es handelt sich um den sogenannten Makrokosmos. Der Mikrokosmos befindet sich im Menschen selbst. Der Mensch hat dementsprechend die Planeten, wie die Sonne in sich und er hat die Fähigkeit Licht erzeugen. Diese Kraft ist die Schöpferkraft des Menschen. Es ist der spirituelle Anteil im Menschen, welchen er sich nicht absprechen lassen, sondern einsetzen sollte.

In diesem Sinne ist auch die göttliche Kraft zu verstehen. Gott ist nicht weltenfern, abgespalten vom Menschen, sondern der Mensch ist Träger eines geistigen Anteils und dieser offenbart sich in der Schöpferkraft des Menschen. Mit dieser Schöpferkraft schafft der Mensch und er kann sich somit bestimmte Konditionen erschaffen.

Als Hausaufgabe gab Heinz Grill allen Teilnehmer eine Beschreibung für Gott zu finden.

Bezüglich einer Frage nach dem Licht und der Sonne, ob diese auch ohne den Menschen existierten. Schilderte Heinz Grill, dass die sichtbaren Erscheinungen einem Entstehungsprozess unterliegen und dass alles von der Schöpferkraft ausgeht und sich mehr und mehr materialisiert. Bei diesem lichthaften Schöpfungsprozess sind ebenfalls Engel beteiligt.

Er schilderte dann ein sehr dramatisches Beispiel, bei dem ein kleines Kind im Alter von 2 Jahren auf Grund von äußerst ungünstigen Umständen stirbt. Die hinterbliebenen jungen Eltern sind natürlich voller Schmerz und Trauer um den Verlust des Kindes. Auf der anderen Seite zeigt sich jedoch ein Licht um das Haupt dieser Eltern, denn das Kind war noch gar nicht richtig mit einem entwickelten Denken in das Leben hineingekommen, sondern noch in einer engelshaften, lichthaften Sphäre. Dieses Licht bleibt erhalten und begleitet die Eltern wie ein Schutzengel.

Der Mensch ist ein Teil des Lichts und auch Schöpfer des Lichtes. Unsere Gedanken sind Teil des Universums und können lichthaft ausstrahlen. So wie ein Architekt bei der Planung eines Hauses nicht das Dach vergessen sollte, so sollte der Mensch bei seinen Vorhaben nicht das Licht vergessen.

Der Gedanke für die Meditation war: „Es gibt das Licht und im Licht leben die schöpferischen Gedanken des Menschen.“

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